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Ich bin Filmemacher, Dozent und entwickle & begleite Projekte

Wenn ein Thema mich anspricht, dann wende ich mich ihm zu, begebe mich hinein und versuche zu verstehen, welche Wirklichkeit sich darin zeigt.

Filme, Texte und Seminare entstehen für mich aus diesem Prozess. Ich gebe ihnen eine Richtung und eine Form, betrachte sie aber nicht als etwas, das ich allein hervorbringe. Sie wachsen aus den Menschen, die daran beteiligt sind, aus ihren Erfahrungen und Sichtweisen, aus Orten, Situationen und unerwarteten Entwicklungen. Meine Aufgabe sehe ich darin, aufmerksam zu begleiten, Zusammenhänge zu erkennen und schließlich eine Struktur zu finden, die das Wesentliche sichtbar macht.

Besonders liegt mir die Arbeit an Themen, die zunächst komplex oder noch nicht eindeutig klar sind: herauszufinden, worum es eigentlich geht, was daran relevant ist und welche Form daraus entstehen kann.

Seit meinem Diplom in Grafik- und Medien-Design an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg arbeite ich als Autor, Produzent und Regisseur – manchmal auch als Kameramann und Cutter. Ich realisierte unter anderem die Dokumentarfilme MENSCHEN & TIERE, SEIN – GESUND, BEWUSST, LEBENDIG und STOPPING – WIE MAN DIE WELT ANHÄLT, die bundesweit im Kino zu sehen waren.

Im Bereich Werbung und dokumentarischer Auftragsproduktionen entstanden mehr als 100 Filme unterschiedlicher Formate und Inhalte, viele davon für soziale und wissenschaftliche Einrichtungen oder für Unternehmen aus der Biobranche.

Seit mehr als fünfzehn Jahren lehre ich in medienpraktischen und kulturwissenschaftlichen Zusammenhängen an Hochschulen und Schulen. Für das Lehrprojekt „Philosophie in den Medien“ erhielt ich zusammen mit dem Projektteam den Förderpreis für Innovation und Qualität in der Lehre der Universität Paderborn.

Film, Lehre und eigene Projekte sind für mich deshalb nicht vollkommen voneinander getrennt. In allen geht es darum, sich auf Menschen und Themen einzulassen, Zusammenhänge herzustellen, herauszufinden, was wesentlich ist, und eine Form dafür zu finden. Dabei helfen mir meine Fähigkeit, mich in Menschen einzufühlen und komplexe Themen verständlich zu machen, aber auch meine Freude daran, andere für eine Sache zu interessieren und zu begeistern.

Ich glaube, dass ein Mensch im Laufe seines Lebens nicht immer abgeschlossener, sondern offener werden sollte: aufmerksamer für die eigene Art zu denken und zu handeln, toleranter gegenüber anderen Sichtweisen und etwas weniger überzeugt von der eigenen Wichtigkeit. Wissen kann unseren Blick erweitern, ihn aber auch verengen, wenn wir uns zu tief in einem einzelnen Gebiet eingraben.

Deshalb ist es für mich elementar, immer wieder an die Oberfläche zu kommen. Den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen und in den Himmel zu schauen. Sich selbst in Frage zu stellen und über das Leben zu staunen.