Medien gestalten und reflektieren


****In meiner Lehre beginnt Medienproduktion bei der Wahrnehmung. Erst wer versteht, wie Menschen Wirklichkeit erleben und interpretieren, kann Inhalte entwickeln, die andere erreichen.
Filmaufnahmen und Schnitttechniken dienen dabei als Mittel, um zu erfahren, wie Wirklichkeit filmisch dargestellt, interpretiert und gestaltet werden kann. ****

Ich unterrichte Film und AV-Medien, entwickle Lehrformate und begleite Studierende bei eigenen Projekten – von der ersten Idee über die dramaturgische Entwicklung bis zur Realisierung. Besonders interessieren mich projektorientierte und interdisziplinäre Formate, in denen aus Recherche und gemeinsamer Arbeit etwas Eigenes entsteht.

Medienpraxis ist bei mir immer auch Reflexion. Es geht nicht nur um technische Perfektion, sondern um einen bewussten Umgang mit Bildern, Sprache und Gestaltung: Wie erzeugen Bilder Bedeutung? Welche Haltung vermitteln sie – bewusst oder unbewusst? Und wie lassen sich Gedanken und Erfahrungen so übersetzen, dass sie für andere verständlich und relevant werden? Medienschaffende tragen dabei immer auch gesellschaftliche Verantwortung.

Meine Lehrveranstaltungen reichen von den Grundlagen audiovisueller Medien über Filmproduktion, Storytelling und dokumentarisches Arbeiten bis zu neuen Technologien und crossmedialen Formen. Praxis und aktuelle Entwicklungen verbinde ich dabei mit medienphilosophischen Fragen – etwa zu Heimat und Identität, KI und Kunst oder dem filmischen Selbstbild in sozialen Medien.

Entscheidend ist für mich ein Lehrangebot, das Wahrnehmung, handwerkliches Können, Austausch und eigenständiges Urteilsvermögen zusammenführt. Medienkompetenz entsteht nicht allein durch Wissen, sondern durch Ausprobieren, gemeinsames Nachdenken und die Entwicklung einer eigenen Haltung.